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Bei den meisten Schweißverfahren wird zur Spaltüberbrückung Material zugeführt. Das zugeführte Material übernimmt oft neben der eigentlichen Spaltüberrückung noch weitere Aufgaben. So werden die Schweißzusätze zum Einen dem Grundwerkstoff entsprechend legiert, und zum Anderen mit Stoffen versehen, die die Schmelze vor Umgebungseinflüssen schützen sollen.
Schweißpositionen / Zwangslagen
Die Schweißposition - auch Zwangslage genannt - wird nach der Lage der Schweißnaht abgekürtzt. Die Bestimmung der Reihenfolge erfolgt nacht dem Uhrzeigersinn (vgl. DIN EN ISO 6947).
PA = waagerechtes Schweißen von Stumpfnähten, Wannenlage
PB = waagerechtes Schweißen von Kehlnähten
PC = waagerechtes Schweißen an senkrechter Wand, Stumpfstoß
PD = waagerechtes Schweißen von Kehlnaht, Überkopf
PE = Überkopfscheißen von waagerechter Platte, z.B. Stumpfstoß
PF = vertikales Schweißen von unten nach oben, Steignaht
PG = vertikales Scheißen von oben nach unten, Fallnaht
Schutzgase
Schutzgase haben einen großen Einfluss auf die Eigenschaften von Schweißnähten und die Stabilität des Schweißprozesses. Bei den MSG-Schweißverfahren werden aktive und inerte Gase verwendet, um den Anforderungen unterschiedlicher Werkstoffe gerecht zu werden.
Drahtelektroden
Beim Metall-Schutzgasschweißen wird im Wesentlichen zwischen Fülldraht- und Massivdrahtelektroden unterschieden. Drahtelektroden werden in verschiedenen Durchmessern von 0,8 mm bis 2,4 mm angeboten. Bei diesen Elektroden wird in jedem Fall eine Schutzgasatmosphäre benötigt. Die benötigten Legierungselemente befinden sich alle im Elektrodenwerkstoff.
Die Elektroden werden endlos von einer Spule oder aus dem Fass zugeführt, so dass gerade bei häufigem Verbrauch sowie beim automatisiertem Schweißen eine hohe Verfügbarkeit gewährleistet ist.
Massivdraht- / Fülldrahtelektrode
Stabelektroden
Stabelektroden ermöglichen eine sehr vielseitige Möglichkeit zu schweißen. Mit den verschiedenen Umhüllungstypen kann für die unterschiedlichen Anforderungen eine geeignete Elektrode gefunden werden. Eine Schutzgasatmosphäre wie bei den Drahtelektroden ist hier jedoch nicht notwendig.
Schweißstäbe
Schweißstäbe werden heute im beim WIG und beim Autogenschweißen verwendet. Sie dienen hier dazu Zusatzmaterial zur Spaltüberbrückung in das Schmelzbad hinzu zufügen. Aufgrund des inerten Schutzgasesgases ist gerade beim MIG-Schweißen nicht mit einer Oxidation der Legierungselemente im Schweißgut zu rechnen.
Schweißpulver
Schweißpulver übernehmen beim Schweißen mit Drahtelektroden die Aufgaben des Schutzgases beim MSG-Schweißen bzw. die Aufgabe der Umhüllung der Stabelektrode beim Lichtbogenhandschweißen. Das Pulver wird also beim Schweißprozess durch den Lichtbogen zwischen Drahtelektrode und Grundwerkstoff aufgeschmolzen. In Flüssiger Form schütz so das Pulver das Schmelzbad vor oxidierenden Einflüssen aus der Umgebung. Erstarrt bildet es eine Schlackeschicht, die das Schweißgut schützt und isoliert, so dass eine langsamere Abkühlung stattfindet.
Bandelektroden
Bandelektroden sind im Gegensatz zu Drahtelektroden nur für den Einsatz bei UP- und RES-Schweißen (Elektroschlackeschweißen, engl: electroslag welding) gedacht. Die Vorgehensweise ähnelt aber stark der des UP-Schweißens mit Drahtelektroden. Sie werden in einem Unterpulververfahren zum Beispiel dazu verwendet, Behälter oder Rohre aus niedriglegierten Materialien mit einem hochlegierten Werkstoff zu beschichten, um diese gegen korrosive Medien widerstandsfähig zu machen.